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Bürgerfragestunde der Wählergruppe SALZ Rosbach

SALZ-Rosbach
Herausgegeben von in Stadtgeschehen ·
Tags: SALZ
Unter dem Motto: "Gestalten statt verwalten-Bürger fragen-wir von SALZ antworten" veranstaltete die Wählergruppe am 22. Februar in der Nieder-Rosbacher Wasserburg eine Bürgerfragestunde.
Vorsitzender Klaus Jacobi begrüßte die Anwesenden und zeigte sich erfreut, dass auch Mitbürger aus Rodheim den Weg in die Wasserburg gefunden hatten. Aus Sicht  von SALZ ebenso erfreulich, dass auch Vertreter von CDU und FWG anwesend waren.
Danach stellte er die fünf Spitzenkandidaten vor und es folgte eine kurze Darstellung der Beweggründe für die Gründung einer neuen Wählergruppe.
Erstes Anliegen von SALZ war demnach, eine von Kreis, Land und Bund unabhängige Vereinigung zu sein, die sich nicht parteiideologischen Vorgaben unterzuordnen hat. "Für SALZ steht unsere Stadt im Vordergrund" so der Vorsitzende. Außerdem gelte es, die Querelen der letzten Jahre abzustellen und durch eine sachbezogene Politik zu ersetzen.
Diesbezüglich geht der Appell an alle Beteiligten in Rathaus und Parlament.
Klaus Jacobi übernahm danach die Moderation der Veranstaltung und konnte direkt einige  Fragen eines Bürgers zu verschiedenen Themen notieren.
Herr Rühmann aus Ober-Rosbach zeigte sich besorgt über die Verkehrssituation in der Durchgangsstraße Nieder-Rosbacher/Rodheimer Str. Hier würde stellenweise viel zu schnell gefahren und seine Einfahrt regelmäßig widerrechtlich zugeparkt. Entsprechende schriftliche Beschwerden an die Stadt würden nur mündlich beantwortet, man hätte ihm angeraten, Anzeigen zu erstatten.Auch sei ein Fahrradweg entlang dieser Straße unbedingt notwendig, um Radfahrer zu schützen. Seit Jahren sei im Gespräch, an den Rosbacher Bahnhöfen Informationstafeln mit einer Laufschrift anzubringen, die z.B. über Zugverspätungen informieren. Geschehen sei bisher aber nichts. Im Übrigen seien die Bahnhöfe in einem traurigen Zustand und extrem mit Abfall verschmutzt.
Kandidaten und Vorstand von SALZ waren sich darin einig, daß diese Misstände abgestellt werden müssen und im Falle des Einzugs in das Stadtparlament entsprechende Anträge formuliert werden.
Herr Schollenberger aus Rodheim beklagte die schlechte Anbindung der Gemeinde an den öffentlichen Personennahverkehr und regte einen runden Tisch der betroffenen  Kommunen auch aus dem Hochtaunuskreis zusammen mit Vertretern der Verkehrsverbünde an. Diesbezüglich würde seit Jahren eine "Kirchturmspolitik" betrieben und jede Kommune kümmere sich nur um die eigenen Belange. Er regte auch einen Bus-Pendelverkehr an, um die Straßen in den Gemeinden vom Pkw-Verkehr zu entlasten. 
Die Vertreter von SALZ nahmen diese Anregungen dankbar auf, zeigen sie doch, dass ihr Programm den Bedürfnissen der Bürger sehr nahe kommt. Gerade die Schaffung von Radwegen zu den Nachbargemeinden und die deutliche Verbesserung von Anbindungen im Schienen- und Busverkehr hat darin eine hohe Priorität.
Die Anwesenden waren sich allerdings auch darüber im Klaren, dass dies alles nur unter dem Vorbehalt seriöser Finanzierung realisiert werden kann.
Einig war man sich auch darin, dass die  Folgekosten des Wachstums unserer Stadt von den Verantwortlichen in den  letzten Jahren regelmäßig völlig unterschätzt wurden.
Die hohe Verschuldung der Stadt lässt für hochtrabende Versprechungen keinen Platz und Einsparungen an anderer Stelle sind derzeit kaum machbar.

Ziel von SALZ ist es deshalb auch, dass Land und Kreis deutlich mehr Mittel für Kinderbetreuung, Schulen und nicht zuletzt für die Unterbringung von Flüchtlingen zu Verfügung stellen müssen. Die rechtlichen Vorgaben dazu stehen in der Hessischen Verfassung, werden aber leider allzu häufig durch halbherzige und "parteifreundliche" Kompromisse zu Lasten der Rosbacher Bürger unterlaufen. 

Kurz diskutiert wurde auch die erstmals erschienene Bürgerzeitung. Hier wurde von vielen Teilnehmern bemängelt, daß darin zwar viele Bilder und Text, aber nur sehr wenig Informationen mit Zahlen und Fakten enthalten sind.
Die Vertreter von SALZ kritisierten, daß für die Erstellung der Bürgerzeitung kein Angebot von Rosbacher Firmen eingeholt, sondern der Auftrag an eine Frankfurter Druckerei vergeben wurde. Einig war man sich darin, dass Rosbacher Gewerbetreibende bei der Vergabe öffentlicher Aufträge stärker berücksichtigt werden müssen.
Wie zu erwarten, wurde auch nach einem Konzept für die Unterbringung der Flüchtlinge gefragt. Hier zeigte sich, dass die Marschrichtung von SALZ  in Richtung dezentrale Unterbringung auf überwiegende Zustimmung stößt. Unsachliche und störende Beiträge, wie sie in den vorhergegangenen Bürgerversammlungen zu diesem Thema leider zu verzeichnen waren, blieben vollständig aus.
Betriebswirt Michael Hentschker, Spitzenkandidat von SALZ  konnte die Anwesenden davon überzeugen, daß besonders bei den derzeitigen Finanzierungsbedingungen mit zinslosen Darlehen über Bundesprogramme dem Kauf von Immobilien aus wirtschaftlichen Gründen der Vorzug vor Anmietung von Unterkünften zu geben ist, da bei Ankauf hochwertiger Immobilien ein Gegenwert zu Buche steht, während eine Anmietung mit zeitlich unkalkulierbaren Kosten ohne materiellen Gegenwert verbunden ist.
Obwohl sich Vorstand und  Kandidaten eine zahlenmäßig höhere Beteiligung seitens der Bürger gewünscht hätten, war man doch insgesamt mit dem Verlauf des ersten Bürgergesprächs der noch jungen Wählergruppe zufrieden. Insbesondere hat sich gezeigt, dass bei den Bürgern der Wunsch nach mehr Information durch Verwaltung und Parlament durchaus vorhanden ist. Kein Zufall also, dass  Transparenz und Offenheit im Programm von SALZ den ersten Platz einnehmen.



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